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Published: 2023-08-18 12:19:02 +0000 UTC; Views: 10798; Favourites: 77; Downloads: 2
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Description
Philipp der Gute (*31. Juli 1396 in Dijon; † 15. Juni 1467 in Brügge) war der Sohn von Herzog Johann Ohnefurcht und Margarete von Bayern. Sein Vater wurde am 10. September 1419 in Montereau auf Befehl des französischen Dauphins Karl ermordet. Deshalb schloss Philipp 1420 im Vertrag von Troyes ein politisch-militärisches Bündnis mit England, das seit 1415 den Hundertjährigen Krieg gegen Frankreich wieder aufgenommen hatte. Große Teile Nordfrankreichs wurden von englischen Truppen mit burgundischer Unterstützung besetzt. Der Dauphin floh nach Bourges, wo er als ungekrönter Herrscher versuchte, einen französischen Reststaat (das sogenannte "Königreich Bourges") zu führen.Das anglo-burgundische Bündnis wurde jedoch durch den Feldzug von Jeanne d'Arc im Jahr 1429 geschwächt. Sie führte die französischen Truppen erfolgreich bei der Belagerung von Orléans an, eroberte Troyes und brachte dann den Dauphin zur Krönung nach Reims. Burgundische Soldaten nahmen Jeanne 1430 gefangen und übergaben sie den Engländern. Sie wurde 1431 hingerichtet. Der Feldzug von Jeanne d'Arc und die Krönung Karls VII. waren jedoch ein Wendepunkt im Hundertjährigen Krieg. Die Franzosen erlangten die Initiative zurück. Im Jahr 1435 kam es im Vertrag von Arras zu einer Versöhnung zwischen Karl VII. und Philipp dem Guten. Philipp erkannte Karl als König von Frankreich an, im Austausch für burgundische Gebietsgewinne in der Picardie und die Anerkennung der faktischen Unabhängigkeit Burgunds.
Philipp der Gute strebte die Ausweitung des burgundischen Machtgebietes, insbesondere in den Niederlanden, an. Damit setzte er einen von seinem Vater Johann Ohnefurcht und seinem Großvater Philipp dem Kühnen eingeleiteten Prozess fort. Durch die Kombination von Geduld, Ehrgeiz und politischem Scharfsinn gelang es Philipp dem Guten während seiner Herrschaft, einige wichtige Gebiete zu erben oder zu kaufen: die Herzogtümer Brabant und Limburg sowie die Grafschaften Zeeland, Holland, Namur, Hennegau und Luxemburg. Er hatte auch starken Einfluss in den umliegenden kirchlichen Gebieten, wie den Hochstiften Utrecht und Cambrai.
Als selbsternannter "Großherzog des Westens" war Philipp der Gute auch ein fähiger Administrator: er führte Verwaltungsreformen ein, förderte Handel und Gewerbe (z.B. die Teppichweberei in Flandern) und sorgte für eine kulturelle Blüte (z.B. die altniederländische Malerei). Er gründete auch den Orden vom Goldenen Vlies (1430), um die burgundischen Adligen zu vereinen und christliche Werte zu verbreiten, nach dem Vorbild der Ritterorden der Kreuzzüge. Auch Philipp der Gute hatte den Ehrgeiz, einen Kreuzzug anzuführen. Aber bevor der Kreuzzug stattfinden konnte, litt er zuhnehmend unter gesundheitlichen Problemen. In seinen letzten Lebensjahren ab 1465 überließ Philipp zunehmend die Leitung des burgundischen Konglomerats seinem impulsiven Sohn Karl dem Kühnen. Als Philipp 1467 starb, hinterließ er ein mächtiges Burgund. Der Traum eines unabhängigen burgundischen Königreichs fiel jedoch mit Karl dem Kühnen in der Schlacht von Nancy im Januar 1477, weniger als zehn Jahre nach dem Tod Philipps des Guten...
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Comments: 4
undefinedreference [2023-08-19 05:24:29 +0000 UTC]
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Haegun [2023-08-18 13:14:48 +0000 UTC]
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Undevicesimus In reply to Haegun [2023-08-18 17:41:28 +0000 UTC]
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Haegun In reply to Undevicesimus [2023-08-18 19:34:36 +0000 UTC]
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